morocco

  • 2004
  • Marraquech Morocco
  • Photography,Leica M6

Edle Fotografie – sie spricht zu uns ...

Die Bilder von Enrique Muñoz García beeindrucken mich. Sie sind ehrliche und natürliche Beispiele einer hervorragenden Reportagefotografie – gut gesehen, gut komponiert und perfekt ausgearbeitet.
Der Mann versteht sein Handwerk, und es ist kein Zufall, dass er als seine Vorbilder Namen wie Henri Cartier-Bresson, Werner Bischof, Josef Koudelka und René Burri nennt. García pflegt eine Fotografie, die nicht nur bei den Betrachtern ankommt, sondern er erzählt mit jedem seiner Bilder eine Geschichte. Und je länger man diese Bilder betrachtet, desto interessanter und faszinierender wird die Geschichte. Der Bildaufbau spricht uns an, die abgebildeten Menschen suchen unseren Augenkontakt und die Details beginnen uns ihre lange und spannende Story zu erzählen. Wir müssen die Weile haben, um diese Bilder auf uns einwirken zu lassen, um die Einzelheiten zu entdecken, um die Aussage des Bildes vollumfänglich zu verstehen.

Die Fotografie ist keine einfache Sprache. Wie in jedem Dialog verlangt auch sie, dass man ihr zuhört und den Bildern sowie der Message des Fotografen die volle Aufmerksamkeit schenkt. Erst dann beginnt man die Fotografie als universelle Sprache zu verstehen, und erst jetzt erhalten die Bilder einen völlig neuen Stellenwert des Dialogs, während sie bisher nur die kahlen Wände zierten und als simpler Raumschmuck flüchtig betrachtet wurden.

Wie man solche Bilder macht? Es gibt kein Geheimrezept, aber das Sehen ist alles. Den Sekundenbruchteil erfassen, in dem eine Szene genau jenen Höhepunkt erreicht, der uns nachher im Bild fasziniert. Vertrauen zu den fotografierten Menschen gewinnen und so unauffällig wie möglich agieren. Das Beherrschen der Kamera ist selbstverständlich. Wer sich in zu komplizierter (und abschreckender) Technik verheddert, der hat von vorn herein schlechte Karten, um je ein gutes Reportagebild zu landen.

Und die Bilder Anschauen lernen, ist ebenfalls eine sehr wichtige Voraussetzung für das Gelingen solcher Werke. Nur wer die Bildersprache in beiden Richtungen beherrscht, macht aussagekräftige Fotos. Schauen wir die Bilder an. Sie sprechen zu uns.

Urs Tillmanns, Editorial, Fomak REFLEXE, 2004

reviews

"Ich fotografiere, was ich sehe. Warte jedoch darauf, bis ich sehe, was ich sehen will."

Berner Zeitung, 2007

"Die Bilder sind in den letzten paar Jahren entstanden, doch das bemerkt man beim ersten Blick nicht. Und manchmal auch nicht beim zweiten. Marokko also, Marrakesch und Casablanca, wie es der Bieler Fotograf Enrique Muñoz García gesehen hat; ein Mann, der von sich sagt, er fotografiere das, was er sehe, aber darauf warte, «dass ich sehe, was ich sehen will». Man sieht: einen zeitlosen Traum von Marokko. Und einen Traum der Fotografie. Die Spiele, die Licht und Schatten mit der Wirklichkeit treiben, die Zinnen, Treppen, Fassaden, Kulissen, die Stadt als Bühne für den Auftritt der Formen schwer, nicht an die klassischen Meister der Kamera zu denken, an die Eleganz ihrer Bildkompositionen, an ihre Aufmerksamkeit für den Moment, da sich die alltäglichen Dinge ins Poetische wenden. Ebenso schwer aber auch, hier nicht von «Orient» und «Zauber» zu reden ihn entdeckt man sogar, abseits aller touristischen Wege, zwischen den Sattelschlepperaufliegern vor der Hassan II. Moschee in Casablanca. Muñoz García zeigt sein Langzeitprojekt über Marokko bis zum 26. Dezember in der Galerie der Journalistenschule MAZ in Luzern, und zwar zusammen mit seinen Arbeiten «Claude» und «Zirkus»."

Daniel Di Falco, Der Kleine Bund, 2013

"...In den weltberühmten Gärten von Menara sah ich, wie die Sonne durch ein Treppengeländer perfekte notenschlüsselartige Schatten warf. Ein kleiner Junge rannte vorbei, eine Angelrute durch die Luft schleudernd. Ich drückte im richtigen Augenblick ab«, beschreibt Muñoz García die Kombination aus durchdachter Komposition und purem Zufall, mit der ihm das beste Bild seiner Marrakesch-Serie gelang."

Sebastian Arackal, Photographie Magazine, 2004

"Licht und Schatten haben den chilenischen Fotografen nach Marokko gebracht, Elias Canetti's "Die Stimmen von Marrakesch" und Cartier Bresson's Umgang mit Licht. Auf verschiedenen Reisen durchs Atlasgebirge, Besuchen in den weltberühmten Gärten von Menara, der roten Stadt Marrakesch macht sich Enrique Munoz Garcia fast tagebuchartig daran, diese Reisen aufzuzeichnen."

Reto Camenisch, MAZ galerie, 2013

"Der aus Chile stammende Künstler Enrique Muñoz García wurde ursprünglich im Zeichnen und Malen ausgebildet, bevor er als Autodidakt zur Fotografie kam. Nun widmet er sich ganz und gar der Kamera, die ihn nicht nur auf heimischen Streifzügen, sondern auch bis nach Marokko, Vietnam oder New York begleitet. Der frei schaffende Fotograf, der im Auftrag verschiedener Agenturen tätig ist, begeistert sich besonders für die Welt des Individuums. So passiert es, dass seine wohl komponierten, geistreichen Aufnahmen aus kleinen Augenblicken oft grosse Momente werden lassen."

Photography now, 2004

exhibitions

  • 2004
  • Morocco
  • Switzerland
  • Leica
  • 2014
  • Marokko, Zirkus, Claude
  • lucern / Switzerland
  • MAZ / Journalism School

press

  • 2013
  • Der Kleine Bund / Der Bund
  • MAZ
  • [pdf]
  • 2004
  • Photography Now
  • Marokko
  • [pdf]
  • 2004
  • Photographie Magazine
  • Lichtspiele in der Schattenstadt
  • [pdf]
  • 2004
  • Schwarzweiss Magazine
  • Marokko
  • [pdf]
  • 2004
  • Fomak Reflexe DE
  • Enrique Muñoz García
  • [pdf]
  • 2004
  • Fomak Reflexe FR
  • Enrique Muñoz García
  • [pdf]
  • 2004
  • Leica Courrier
  • Marokko
  • [pdf]
  • 2004
  • Photographie
  • Marokko
  • [pdf]
  • 2004
  • Biel/Bienne
  • Enrique Muñoz García
  • [pdf]